Als Psychologin und Politikerin habe ich mich dem Ziel verschrieben, Menschen die Möglichkeit zu eröffnen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Seit 2009 bin ich nun Abgeordnete im Europäischen Parlament und habe mich zuvor sieben Jahre lang als Stadträtin in der Kommunalpolitik engagiert. Im Februar 2012 wurde ich zur 1. stellvertretenden Vorsitzenden im Ausschuss für Beschäftigung und Soziales gewählt.
Da Europa nicht nur ein Europa der Mitgliedstaaten, sondern auch der Regionen und Kommunen ist, setze ich mich ein, dass deren Rolle gestärkt wird. Denn Maßnahmen müssen vor Ort in Kooperation mit der kommunalen Ebene umgesetzt werden. Das gilt für fast alle Themen in meinen Ausschüssen, sei es Zuwanderung und Integration, Arbeitsmarkt und Soziales oder Maßnahmen im Bereich der (beruflichen) Bildung.
Um jungen Menschen eine Perspektive bieten zu können, müssen wir den frühzeitigen Schulabbruch bekämpfen und die berufliche Aus- und Weiterbildung auf nationaler und europäischer Ebene weiterentwickeln. Deutschland, mit seinem System der dualen Bildung, zeigt, wie eng ein gut funktionierendes und vernetztes Ausbildungssystem mit geringer Jugendarbeitslosigkeit verknüpft ist. Ich setzte mich dafür ein, dass Menschen die Möglichkeit haben berufliche Erfahrung und Qualifikationen innerhalb der EU zu sammeln und diese auch anerkannt zu bekommen. Der europäische Arbeitsmarkt bietet viele Chancen, verlangt aber ebenso nach Lösungen für entstehende Probleme, die nicht allein nationalstaatlich gelöst werden können.
Die Themen Migration, gesteuerte Zuwanderung und Integration stehen eng in Verbindung mit Beschäftigung und Bildung. Im Innenausschuss beschäftige ich mich sowohl mit Asyl- als auch integrationspolitischen Fragen. Neben der Umsetzung eines gemeinsamen EU-Asylsystems, setze ich mich für die Bekämpfung des Menschenhandels ein. Darüber hinaus geht es um eine sinnvoll gesteuerte Zuwanderung von Fachkräften nach einem Punktesystem, das Kriterien wie z.B. Bildung und Sprachkenntnisse berücksichtigt. Dies würde den Mitgliedsstaaten in Europa erlauben, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Mit einer umfassenden Migrationspolitik kann auch der stetig wachsenden Zahl illegaler Menschen begegnet werden.
Seit Juli 2011 bin ich medienpolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament. “Digitale Agenda” nennt die Europäische Kommission ihre Strategie, um auch auf digitalem Gebiet den Binnenmarkt zu verwirklichen. Das zählt für Unternehmen, die international agieren, wie auch für Verbraucher, die dank ihrer zunehmenden Mobilität von überall auf digitale Angebote zurückgreifen wollen. Es geht dabei um Themen wie Urheberrecht, darunter die Verwertung von Rechten, Datenschutz, Werbung, Piraterie, die Nutzung von Funkfrequenzen und Netzneutralität. Aber auch darum, wie sich die klassischen Medien im Zeitalter der Internetrevolution zu behaupten – und finanzieren – suchen.
Ein Thema, das mir persönlich am Herzen liegt, ist der Tierschutz, der in vielen Fällen auch Verbraucherschutz ist. Der aufgeklärte Verbraucher trifft seine Kaufentscheidung bewusst. Dazu braucht er Information über Produktion und Haltung. Auf europäischer Ebene betrifft dies unnötig lange Tiertransporte, Tierversuche, den Handel mit kranken Welpen oder nicht artgerechte Haltung bei der Tierproduktion. Ein liberaler Tierschutz wird dem veränderten Verhältnis von Mensch und Tier in unserer Gesellschaft gerecht.
Europa wird weiter an Bedeutung gewinnen. Die Eurokrise lässt keinen Zweifel daran, dass eine Währungsunion ohne politische Union nicht funktionieren kann. Im Europäischen Parlament will ich zusammen mit meinen Kollegen den Herausforderungen Europas mit liberalen Lösungen begegnen.
Lebenslauf
geb. am 13. Juli 1978 in München
Schulabschluss
Abitur am Edith Stein Gymnasium, München (Mathematik, Biologie, Deutsch, Geschichte)
Studium/ Ausbildung
Studium Diplom Psychologie, Ludwig-Maximilians Universität München (1998 – 2005)
(Nachbarfächer: Philosophie, Pädagogik)
Diplomarbeit zu Kommunalen Entscheidungsprozessen
Abschluss: Diplom Psychologin
Studium Wirtschaftswissenschaften, Fernuniversität Hagen (1999 -2002)
Ausbildung zur Wirtschaftsmediatorin, Ludwig-Maximilians Universität München in Kooperation mit Beiten Burkhart Rechtsanwaltsgesellschaft (2003 – 2004)
Abschluss: Wirtschaftsmediatorin
Praktische Erfahrungen und berufliche Tätigkeit
Freiberuflich als Diplom Psychologin tätig (seit 2006)
Freiberufliche Tätigkeit bei Unternehmen & gemeinnützigen Organisationen (2002- 2004)
Evangelisches Beratungszentrum, Erziehungs- und Familienberatungsstelle (2003)
BMW Group, Abtl. Prozess- und Organisationsberatung, Praktikum (2001)
HVB Direkt, Angestellt (1999)
Stipendium und Programme
Stipendiatin der Friedrich Naumann Stiftung (2001 – 2003)
International Visitor Leadership Program of the US Department of States, USA (2007)
FDP Mentoring Programm “Top – Nachwuchs -Talent” (2008)
BRIGHT – “Europa as a Knowledge Society” – Program of the League of European Research Universities, Finland (2008)
Lebenslauf zum Download




